Die Stromsparhelferinnen der Caritas: Dörthe Müller (li.) und Katrin Scheller.
Das klappt bestens durch kompetente Stromsparhelferinnen und -helfer, die kostenlos Haushalte mit geringen finanziellen Spielräumen besuchen.
Wenn seit 2008 rund 500.000 Haushalte im gesamten Bundesgebiet vom Stromspar-Check in den eigenen vier Wänden profitiert haben - dann lässt sich von einem Erfolgsmodell sprechen. Vor diesem Hintergrund bringt der Geschäftsführer der Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt (LENA), Marko Mühlstein, den „Fortschritt für Stendal" so auf den Punkt: „Es ist ein wichtiger Schritt, dass wir nun auch in der Altmark einen Stromspar-Check-Standort haben. Ich bin allen Beteiligten sehr dankbar, dass es uns gemeinsam gelungen ist, dieses Angebot in der Hansestadt Stendal aufzubauen - allen voran dem Caritasverband für das Bistum Magdeburg e. V. und Fabian Fuchs vom Landkreis Stendal. Als Landesenergieagentur werden wir den neuen Standort ebenso wie die anderen SSC-Standorte in Sachsen-Anhalt mit Rat und Tat begleiten und unterstützen. Denn gerade für Haushalte mit wenig finanziellen Spielräumen ist es wichtig, direkt vor Ort konkrete Unterstützung zu bekommen. Mit dem neuen Standort können wir nun auch im Norden Sachsen-Anhalts Menschen dabei helfen, ihren Energieverbrauch zu senken, Kosten zu sparen und dauerhaft mit Energie bewusster umzugehen." Konkret bedeuten das, beispielsweise und dank der Unterstützung durch die LENA, Zuschüsse für den Kühlgerätetausch oder den Erwerb eines Balkonkraftwerks in Höhe von je 150 €.
Der Stromspar-Check in Stendal - LENA-Geschäftsführer Marko Mühlstein, Landrat Patrick Puhlmann und Oberbürgermeister Bastian Sieler werden von den Caritas-Stromsparhelferinnen Dörthe Müller und Katrin Scheller in puncto Stromspar-Check fit gemacht.
Wenn es um „vor Ort" geht, zählen Landrat Patrick Puhlmann und Oberbürgermeister Bastian Sieler zu den wesentlichen Akteuren. Gemeinsam überzeugten sie sich nun bei einem Besuch der Caritas-Geschäftsstelle in Stendal von den zahlreichen Vorzügen des Stromspar-Checks. Für Patrick Puhlmann stellt das in den Haushalten gesparte Geld „einen großen Mehrwert" dar, dazu kommen die Wirkungen für einen nachhaltigen Klimaschutz, alles in allem: „Eine großartige Sache." Dem schließt sich Bastian Sieler gerne an und will mehr darüber wissen, wie die „Haushalte erreicht werden", wie „die Zusammenarbeit mit anderen Akteuren gelingt" und welche „Potentiale von Teilhabe" noch gehoben werden können.
Dazu können sie bei der Caritas, ob in Stendal oder an anderen Standorten in Sachsen-Anhalt wie Bitterfeld-Wolfen und Lutherstadt Eisleben, bestens Auskunft geben. Für die reichhaltige Caritas-Expertise steht auch Barbara Kalker, die als Regionalkoordinatorin in Sachen Stromspar-Check „unterwegs" ist, nun auch nach Stendal kam und für die „die Gewinnung von Haushalten" das A und O ist - sind „die Türen einmal geöffnet, entsteht Vertrauen und das Energiesparen kann dort, wo es wirklich notwendig ist, ganz praktisch beginnen."
Gesammelte Expertise - die Stromspar-Checker von Caritas, Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt (LENA), vom Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen (eaD), vom Landkreis Stendal und von der Stadt Stendal.
Diese „pure Praxis" ist in der Altmark die Aufgabe der beiden Caritas-Mitarbeiterinnen Dörthe Müller und Katrin Scheller. Sie fahren zu den Haushalten, sehen schnell die Schwachstellen und können unmittelbar helfen - in puncto Strom beispielsweise mit neuen LED-Lampen, die lange halten und wenig verbrauchen. Oder mit Duschköpfen, die freundlich zum Wasserverbrauch sind. Oder sogar mit einem Zuschuss zu einem neuen, energieeffizienten Kühlgerät, das nichts mehr verschwendet. So können, rechnen Dörthe Müller und Katrin Scheller vor, „Ersparnisse von rund 270 € pro Jahr zusammenkommen. Durch eine Wärmeberatung können weitere 120 € zusätzlich erzielt werden."
Jene Wärmeberatung gehört für Marko Mühlstein, der neben seiner Aufgabe als LENA-Geschäftsführer auch als Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD e.V.) tätig ist, zu einem zentralen Anliegen. „So wird der Stromspar-Check ganzheitlich: Er klärt über das Nutzungsverhalten auf und macht mit neuen Geräten das Energiesparen anschaulich, dazu das gesamte Gebiet der Wärmeberatung." Derart aufgestellt, gehört der Stromspar-Check nicht zuletzt auch für die Bundesregierung zu den Angeboten, die sie künftig verstärkt fördern will. Was wiederum kommunale Spitzenvertreter wie Landrat Patrick Puhlmann und Oberbürgermeister Bastian Sieler gerne hören - damit (auch) in Stendal das Energiesparen dank Stromspar-Check zum Trendsetter wird. Womit zudem ein weiterer Effekt verbunden ist: Durch die Energieeinsparung in den beratenen Haushalten können die Kommunen Kosten bei den Unterkünften sparen.
(Fotos: LENA / Viktoria Kühne)
Linkparty
Der Stromspar-Check grundsätzlich
https://stromspar-check.de
Der Stromspar-Check bei der Caritas in Deutschland
https://www.pflegeheimat.live/hilfeundberatung/ratgeber/schulden/stromspar-check-hilft-dir-beim-sparen
Der Stromspar-Check bei der Caritas in Stendal (und weiteren Standorten in Sachsen-Anhalt)
https://www.caritas-bistum-magdeburg.de/hilfe-beratung/armut-schulden-krisen/stromspar-check
Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt (LENA)
https://lena.sachsen-anhalt.de
Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD)
https://energieagenturen.de