Die Caritas leistet mit ihrer Arbeit einen wesentlichen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und zu einem demokratischen Zusammenleben. Dies unterstrich die Delegiertenversammlung des Caritasverbandes Rottenburg-Stuttgart bei ihrer jährlichen Sitzung in Stuttgart. Die Delegierten verständigten sich darauf, auch künftig sozialen Notlagen professionell zu begegnen und die Interessen benachteiligter Menschen mit starker Stimme in Gesellschaft und Politik zu vertreten.
Soziale Arbeit stärkt Zusammenhalt und Teilhabe
"Durch unsere tägliche Caritas-Arbeit überwinden wir Gräben in der Gesellschaft", erklärte Caritasdirektor Oliver Merkelbach. "Unsere Mitarbeitenden stehen an der Seite der Menschen, deren Stimme zu wenig gehört wird." Demokratie lebe davon, dass Menschen Verantwortung füreinander übernehmen, Verschiedenheit respektieren und für die Würde jedes Einzelnen eintreten. "Genau das geschieht jeden Tag in unseren Einrichtungen und Beratungsdiensten. Deshalb verstehen wir Caritas-Arbeit als Demokratiearbeit."
Haltung zeigen, wenn Grundwerte infrage gestellt werden
Mit Blick auf gesellschaftliche und politische Polarisierungen erklärte Merkelbach: "Menschenwürde ist die Grundlage unseres Zusammenlebens. Deshalb setzen wir uns für alle Menschen ein, die von Ausgrenzung, Anfeindungen oder Diskriminierung bedroht sind - unabhängig von Wahlergebnissen oder gesellschaftlichen Stimmungen." Über politische Wege und Lösungen müsse gestritten werden. Wo aber Menschen abgewertet oder ausgegrenzt würden und Rassismus Raum gewinne, müsse die Caritas widersprechen und klare Grenzen ziehen. "Der Auftrag der Caritas ist es, für eine gerechte Gesellschaft einzutreten, in der alle Menschen gut leben können. Dafür stehen wir ein in Bündnissen und Kooperationen mit anderen Akteuren, die diese Werte teilen - ganz im Sinne der Caritas-Jahreskampagne ‚Zusammen geht was‘."
Ein Bild von der Delegiertenversammlung finden Sie unter: ddscf2861.jpg (1920×1279) Von links nach rechts: Matthias Fenger (Vorstand), Eva-Maria Bolay (Pressesprecherin), Dr. Annette Holuscha-Uhlenbrock (Vorständin), Dr. Monika Stolz (Vorsitzende Caritasrat)
Die Delegiertenversammlung des Caritasverbandes der Diözese Rottenburg-Stuttgart ist das oberste Organ des Caritasverbandes und setzt sich zusammen aus Vertreter*innen aus den Mitgliedsverbänden, Fachverbänden und Trägern von karitativen Einrichtungen und Diensten, den acht Caritas-Regionen sowie persönlichen Mitgliedern. Zu den Aufgaben der Delegiertenversammlung gehört die Entlastung des Diözesancaritasrates als Aufsichtsorgan, die Entscheidung über Satzungsänderungen und Beratung über Grundfragen der Caritas.